Donnerstag, 20. September 2012

05. Vom Lake Argyle nach Broome


Wir verlassen Nordaustralien über die Grenze nach Westen. Der Lake Argyle ist der grösste Stausee von Australien. Der Caravan Park ist super gelegen und ausgerüstet. Viele Berge gucken heute noch als kleine Inseln aus dem Wasser. Auf einer Bootsfahrt werden beim Schwimmen bei Sonnenuntergang sogar im Wasser Getränke serviert!

Die känguruartigen Wallaroos nennt man hier auch Euros. Jetzt wird uns auch klar, weshalb unser Camper Eurotourer heisst. Wir finden wir hier auch das eher kleinere Australienkrokodil und die sehr grossen Australienpelikane.
 

Der Purnululu National Park ist mit der Bungle Bungle Range ein UNESCO Weltnaturerbe besonderer Güte. Da die Gegend fast unzugänglich ist, machen wir von Kununurra aus einen zweistündigen Rundflug  mit einer kleinen Propellermaschine. Wir fliegen über Plantagen, Bergkämme und nochmals über den Lake Argyle. Tausende von Felsen in der Form von Bienenkörben stehen hier in der Landschaft. In der Nähe befindet sich auch die grössten Diamantenmine der Welt.
Auf der Fahrt nach Westen sehen wir eindrucksvolle Baobabs (australisch = Boabs). Solche flaschenartigen Bäume findet man sonst nur in Afrika. Die über tausendjährigen Baumriesen Australiens stammen vermutlich von Bäumen aus Madagaskar, deren Früchte über das Meer hierher  getragen wurden. Einst wurden die hohlen Baumstämme von den weissen Siedlern sogar als Gefängnisse für Aborigines missbraucht, welche als Sklaven zum Perlenfischen gezwungen wurden.

Es begegnen uns immer wieder Road Trains, Riesige Lastwagen mit zwei Anhängern. Wir überqueren den Fitzroy River und passieren den Kakadu Creek. Dann und wann steht ein Rind auf der Strasse. Schliesslich erreichen wir Broome am Indischen Ozean. Wir sind nun also an der Westküste Australiens angelangt und lassen die Kimberly-Region hinter uns. An der Town Beach geniessen wir die Meeresluft. Eine Attraktion sind auch die abendlichen Kamelritte entlang der Cable Beach. Hier gibt es wunderschöne Sonnenuntergänge mit schönen Wellenspiegelungen. Bei Vollmond soll es sogar eine Lichttreppe auf den Wellen geben, wie die gekaufte Postkarte zeigt (rechtes Bild).

Donnerstag, 13. September 2012

04. Im Kakadu Nationalpark


Der Kakadu NP ist mit einer Fläche von 19‘500 km2  der drittgrösste Nationalpark der Welt. Er ist zugleich Weltnatur- und Weltkulturerbe der UNESCO! Eine sehr gute Strasse erschliesst den Park auch für zahlreiche Touristen, welche im Land der Ureinwohner Gast sein dürfen. Bunte Vögel begrüssen uns.
Die Natur kann hier im so genannten Wetland im Jahreszyklus in zwei Phasen unterteilt werden. Die Regenzeit dauert von November bis März, die Trockenperiode von Juni bis Oktober. Dazwischen bilden oder verkleinern sich Billabongs. Dies sind Teiche, welche in der Monsunperiode riesige Flächen einnehmen und das Land meterhoch unter Wasser setzen.

Die Aborigines hausen im Hohen Norden Australiens seit Tausenden von Jahren. Ihre prähistorischen ockerfarbenen Bilder haben sie mit Stein- und Pflanzenmehl sowie mit Blut konserviert. Die braun- bis  schwarzhäutigen Menschen sind vor etwa 50‘000 Jahren über frühere Landbrücken eingewandert.  Wegen der Eiszeit lag das Meer damals etwa  50 m tiefer als heute!
Die ersten Kängurus sind bereits vor uns vorbeigehüpft. In den lichten savannenartigen Woodlands stehen zwischen Palmen, Eukalypten und Zykadeen überall Termitenburgen, welche zirka  50 Jahre lang von den Tieren bewohnt werden.
 
Eine frühmorgendliche Bootstour auf dem Yellow River bei Cooinda war der bisherige Höhepunkt an Naturerfahrung. Zahlreiche  Vogelarten stochern und fischen im Wasser, darunter Fischadler, Schwarzhalsstörche, Brillenpelikane, Kormorane, Eisvögel und Kookaburraas (Lachender Hans). Ganz besonders eindrücklich sind die Leisten- oder Salzwasserkrokodile, die überall auf Beute lauern (autsch!!).
In Katherine steht ein tolles Besucherzentrum. Die wasserführende Gorge ist sehr bekannt, doch es wird heiss hier. Wir sehen die ersten Wallabies. Ein Blauohr-Honigfresser schaut interessiert, ob es etwas zum stibizen gibt. Wir fahren durch abgebrannte Wälder. Bei Timber Creek überqueren wir den Victoria Highway. Flaschenförmige Boab-Bäume haben ihre Verwandten in Afrika. Auf der  schnurgeraden Strasse fahren wir dem Westen entgegen.

 

Samstag, 8. September 2012

03. Vorbereitung zum Start ins Outback


Wir brauchen mehr Zeit für die Vorbereitungen zur langen Fahrt durchs Outback als vorgesehen. Doch jetzt ist unser Camper bereit für die lange Reise.

Noch geniessen wir nahe von Darwin den hübschen Campground Free Spirit. Am Abend gibt es hier wunderschöne Sonnenuntergänge.


Der Botanische Garten von Darwin ist sehr sehenswert. Auch einige lustige Figuren finden dies!


Es hat Pflanzen aus aller Welt und mit unterschiedlichsten Formen. Hier steht ein grosser Fuss mit einem Knie vor unserer Nase. Sind wir wohl bei den Riesen?





Donnerstag, 6. September 2012

02. In Darwin gelandet


Der Flug von Perth nach Darwin gibt Impressionen einer skurrilen Landschaft preis. Hunderte von Salzseen schmücken wüstenähnliche Landschaften. Teils sandig, teils aus roten Steinen oder locker mit Spinifexgras bewachsen erscheint die Landschaft wie ein Flickenteppich.


Die Stadt Darwin ist jetzt im australischen Frühling bereits tropische 30°C feuchtwarm. Hier landete 1839 Kapitän J.C. Wickham mit dem Forschungsschiff Beagle, auf welchem von 1831 bis 1836 der junge Biologe Charles Darwin mitsegelte.


Darwin wurde mehrmals zerstört. Am Weihnachtsabend 1974 raste der Zyklon Tracy mit 280 km/h durch die Stadt und hinterliess ein Ruinenfeld. Die moderne Christ Church Cathedral wurde auf den alten Grundmauern der Kirche wieder aufgebaut.


Die Stadt verfügt über einen gewissen Charme. Die Hafenkneipen an der Waterfront laden zum Apéritiv, die Restaurants offerieren Meeresspezialitäten. Und Desserts werden wir im Outback auch nicht mehr jeden Tag zubereiten! Bald geht es nämlich ins „Hinterland“.